Andreas Dibowski
Spitzensport & Ausbildung
Irenenhof
Hörpeler Weg 4a
21272 Döhle
 
07/10/2012
Viel viel Regen in Ströhen

Von Regenmassen und Sturm waren die Tage vom CIC1 und CCI1 in Ströhen geprägt. Man mußte sich schon sehr aufraffen, um aufs Pferd zu steigen und es kreisten auch immer die Gedanken um die Frage, Gelände reiten ja oder nein. Nun, aus meinen Erfahrungen kann ich sagen, daß bei solchen Verhältnissen, die schon recht extrem waren, noch nie eins von meinen Pferden in Punkto Sehnen oder Gelenken gefährdet war. Harter Boden, auf dem schnell geritten werden kann, ist da viel gefährlicher. Trotzdem muß jeder selbst für sich die Entscheidung treffen, ob man sich oder seinem Pferd so etwas zumuten will, denn Vergügen bereitet es sicher keinem von beiden. Es ist schon mehr ein sich durchwühlen, bei dem man sehr genau ins Pferd hineinhorchen muß. Die Strecke war sehr gut angelegt, die Sprünge bis auf die letzte Kombinaton, die dann für das CCI auch geändert wurde, vom Boden her vor und nach den Sprüngen gut präpariert und somit blieben nur noch die Löcher in den Kurven im Wald, auf die man Rücksicht nehmen mußte. Am Freitag dachte ich noch, bei mehr Regen geht es nicht mehr. Am Samstag, nachdem es noch weiter gefühlte 100 l pro qm Wasser gegeben hat, war der Boden auch nicht schlechter. Nur die Pfützen waren größer. Das gute bei uns im Vergleich zu England, ist der leichte Boden. Das belastet die Beide nicht so sehr und die Trittsicherheit unter dem Schlamm bleibt erhalten. Kurzum: Ich hatte mich entschieden zu starten und die Pferde haben es gut verkraftet.
Im CIC1 hatte ich Hans Dampf vorgestellt. Er sollte hier noch einen Aufgalopp vor Le Lion absolvieren. Die 50 Pkt aus der Dressur sind mal wieder Geschmackssache, aber die fehlerfreien Runden im Gelände und im Springen zeigten mir, das der Wallach gut für die WM gerüstet ist. 5. Platz für ihn.
Mit Eskadia, die in diesem Jahr noch nicht die lange Distanz von 10 Minuten in Le Lion gehen sollte, startete ich im CCI1. Mit einer 42er Dressur und einem 3. Pl sah es am Samstag Morgen noch recht rosig aus. Das änderte sich allerdins nach einem wirklich überflüssigen run-out an einem schmalen Sprung im Gelände. Völlig überflüssig, weil alles wie Tempo, Linie und Distanz paßte. Trotzdem sprang die Stute im letzten Moment zur Seite und ich war echt böse. Am Sonntag im Springen war sie wie gewohnt sehr sicher und vorsichtig und beendete die Pfg. an 8. Stelle.

Schönes gibt es noch von Alina aus Luhmühlen zu berichten.
Mit ihrer En-Joy gelang ihr zum Saisonende mit 7,9 noch ein Sieg im E-Stilspringen. Mit ihrem neuen Pony, Hulingshofs Night Lady, die wir mit der großzügigen Unterstützung von Andreas Baumann vor kurzer Zeit erwerben konnten, erritt Alina auf Anhieb in der Dressur mit 7,2 einen 3. und im Springen mit 7,5 einen 4. Platz. In der komb. Pfg war sie dann durch diese beiden Ergebnisse nicht zu schlagen und brachte gleich ihren 1. Sieg mit nach hause.
Die Saison nährt sich dem Ende. Am nächsten Montag breche ich zum Finale nach Frankreich auf. Hans Dampf wird an der WM für 6-jährige Pferde in Le Lion ´de Angers an den Start gehen und mit FRH Butts Avedon werde ich von dort direkt weiter nach Pau zum CCI4 fahren.

Dibo